Werkstatt in Berlin-Treptow

Bauherr: VfJ Vereinigung für Jugendhilfe GmbH
Träger: Bauherr
Bauzeit: 1999-2001
Bauwerkskosten: 12,5 Mio. DM
Plätze: 130

Die Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in Berlin-Treptow leitet von einem Industrieareal in ein Wohngebiet mit denkmalgeschütztem Gebäudebestand über. Gestalterische Leitmotive des Winkelbaus sind die klaren Fassaden Außen und das Wechselspiel zwischen Geschlossenheit und Offenheit im Innern. Mit seiner weißen Lochfassade wendet sich das Gebäude im Norden von der Straße ab. Im Süden öffnen durchlaufende Fensterbänder die rot gehaltene Gebäudehülle.

Die winkelförmige Anlage gliedert sich in zwei Teile. Ein dreigeschossiges Vorderhaus beherbergt Produktionsstätten, Nebenräume und Verwaltung. Auf zwei Stockwerken nimmt das Hofhaus Küche und Speisesaal sowie den Förder- und Beschäftigungsbereich für mehrfach schwerstbehinderte Menschen auf. Verknüpft werden beide Gebäudeteile durch eine helle Treppenhalle, die sich den Nutzern mit ihren vielfältigen Blickbeziehungen als ein Ort der Kommunikation und der Begegnung anbietet. Nach Außen zeigt sich die neue Werkstatt mit Fensterformaten, die sich an die umliegende Wohnbebauung anlehnen und durch ihre nutzungsbedingte unregelmäßige Anordnung an eine Lochkarte erinnern. Zum Hof hin ermöglichen flächige Verglasungen nach Süden helle und freundliche Arbeitsplätze.






oben