Werkstatt in Berlin-Zehlendorf

Bauherr: Werkgemeinschaft für Berlin-Brandenburg Sozialtherapeutische Werkstätten GmbH
Träger: Bauherr
Bauzeit: 1999-2000
Bauwerkskosten: 8,4 Mio. DM
BGF: 3.600 qm
Plätze: 120

Wie eine angelandete Arche ruht der dreigeschossige Baukörper an einer belebten Kreuzung an der südlichen Stadtgrenze Berlins. Dem Entwurf liegt von der Formgebung bis hin zur Materialwahl ein anthroposophisches Gesamtkonzept zu Grunde. Körperlichkeit, Farbigkeit und unmittelbar erlebbare Materialien charakterisieren das Bauwerk. Die Nordfassade aus Lerchenholz erinnert an die geschuppte Struktur eines Gürteltieres. Die Farbgestaltung des Künstlers Peter de Kleine gliedert als Orientierungshilfe das Gebäude: Gelbe Töne prägen das Erdgeschoss, im ersten Stock dominieren rote und blaue Nuancen.

Der Skelettbau gliedert sich in Längsrichtung in drei Funktionsbereiche. Zur Strasse orientiert sich die Verwaltung in einem steinernen Riegel nach Süden. In einer mittleren Versorgungsschiene befinden sich die Sanitär- und Technikräume. Nach Norden ausgerichtet erhalten die Werkstätten im anschließenden Holzbau gleichmäßig indirektes Licht. Im Gebäude arbeiten 120 Menschen mit Behinderungen in einer Druckerei und einer Holzwerkstatt. In Montagebereichen fertigen sie Wäscheklammern, Schulhefte und Möbel.






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