Wettbewerbsverfahren Hofbebauung Berlin

Der Neubau wird den Blockinnenraum behutsam nachverdichten. Durch die
Aufteilung in zwei Baukörper werden für die Bewohner des Neu- und des
Bestandbaus möglichst viele Ausblicke erhalten, eine neue Durchwegung und
abwechslungsreich gestaltete Freiräume ermöglicht. Der Entwurf zeigt einen Solitär
in Form eines Sechsecks und ein Seitengebäude, das sich an die Brandwand
des Nachbarn fügt. Mit seiner unregelmäßigen Kubatur weicht der Solitär von den
rechtwinkligen Strukturen der Umgebung ab, eröffnet Blickbeziehungen und weitet
die räumliche Enge des Hofes auf. Im Nordwesten und Südosten sind seine Ecken
durch Loggien und das offene Treppenhaus aufgelockert.

Der Neubau fasst 29 Wohnungen, bestehend aus sechs Dreizimmer- und 23
Zweizimmerwohnungen zwischen 58 und 71 Quadratmetern Wohnfläche. Im
Solitär wird der Großteil der Appartements von mindestens zwei Seiten belichtet.
Alle Wohnungen sind mit Eichenparkett und Einbauküchen ausgestattet. In den
Fluren und Treppenhäusern kommt Muschelkalk als Bodenbelag zum Einsatz.
Alle Bäder werden natürlich belichtet. Flexible Grundrisse erlauben an der
Nordwestecke einen Wechsel zwischen Wohn- und Schlafzimmer, der sich in der
Fassade durch verspringende Balkone bemerkbar macht.

Die weiß geschlemmte Ziegelfassade unterstreicht die Zurückhaltung des Entwurfs
und betont die materielle Qualität. Wände und Decken der Loggien sind mit einer
honigfarbenen Holzverkleidung versehen, die den hellen Baukörper rhythmisiert.
Mit Aluminium verkleidete Holzfenster profilieren die Fassade zusätzlich.





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